Human.Nature

Einführung

Die Schule ohne Wände widmet sich der Frage was eine Schule sein kann. Es ist ein Lernexperiment, das die Kinder zu einer anderen Erfahrung und Erlebnis von lernen einlädt und erforscht, durch Theorie und Praxis, was wäre, wenn die ganze Welt eine Schule wäre. “Human. Nature” ist das allgemeine Thema von Schule ohne Wände. Es ist eine ästhetische Forschungsreise durch Berlins diverse inspirierende Orte, begleitet von unserem transdisziplinären Team, und gewidmet den persönlichen und globalen Nachhaltigkeit.

Wie soll die Schule sein, die gebildete Menschen hervorbringt? Was macht einen „gebildeten“ Menschen aus? Wir sehen die entscheidende Rolle der Bildung darin, den Menschen dabei zu unterstützen, eine Aufmerksamkeit für die Welt um und in sich zu fördern, sowie eine breite Perspektive und ein Verständnis für verschiedene Lebenskontexte (historische, geografische, natürliche, soziale, kulturelle, etc.) zu entwickeln. Eine “gebildete” Person ist demnach diejenige, die unterschiedliche Denkweisen/Verständnisse und Visionen entwickelt hat, sowie eine Reihe von Eigenschaften besitzt, die ihr ermöglichen, fundierte Entscheidungen zu treffen und sich an veränderte Lebenssituationen anzupassen. Eine Person, die ihren Platz in der Welt spürt und in der Lage ist, mit anderen Menschen zu arbeiten und eine gemeinsame Basis zu finden.

Während des Pilotprojekts wollen wir die teilnehmenden Menschen dazu einladen, gemeinsam einen Raum zu schaffen, wo ihre persönlichen Fähigkeiten (physischen, intellektuellen, emotionalen und kreativen) gestärkt und weiterentwickelt werden und wo sie ihren Blick für die Dinge schärfen, die ihren Empfindungen, Neigungen, Vorlieben und Interessen entsprechen. Unsere Aufgabe dabei ist es, Vertrauen in die Neugier der Menschen zu haben, Impulse zu geben statt Antworten, motivieren und Hilfestellungen zu geben, wenn sie benötigt werden.

Was passieren wird

Während der verschiedenen Projektphasen begibt sich eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen auf eine ästhetische Forschungsreise. Im Mittelpunkt stehen Mensch und Natur und ihre Beziehung zueinander. Wie lebt die Natur in den Städten? Was ist Natur ohne Menschen und Mensch ohne Natur? Was ist die menschliche Natur? Was passiert, wenn Natur und Körper aufeinander treffen? Wie viel Struktur braucht der Mensch, wie viel Freiheit? Wo gibt es Strukturen in der Natur? Und wie kann man in der Natur Freiheit erleben?

Diese und weitere Fragen, die Kinder und Jugendliche rund um "Sinne und Wahrnehmung", “Struktur und Freiheit”, “Bewegung und Stille”, “Allein- und Zusammensein”, “Zirkularität und Jahreszeiten” entwickeln, bilden den Ausgangspunkt für ästhetischen Forschungsauftrag. Neben der Entwicklung von eigenen Fragen sollen die Teilnehmer*innen über die persönlichen und gemeinsamen Erfahrungen in und mit der Natur reflektieren. Bei der Suche nach individuellen Antworten und Lösungen werden sie von einem transdisziplinären Team begleitet, das einen ganzheitlichen und Phänomen-basierten Ansatz ermöglicht und jedes Kind dabei unterstützt, seine persönlichen Erkundungsfähigkeiten zu entwickeln.

Wie es geschehen wird

Die Mischung aus körperbezogenen Übungen, künstlerischen Interventionen, traditionellen ästhetisch-praktischen Verfahren, wie das Sammeln und Basteln, Skizzieren, Malen, Drucken, Fotografieren etc. aber auch den wissenschaftlichen Methoden, wie Erforschen, Dokumentieren, Konservieren, Vergleichen, in Beziehung setzen etc. soll es den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, ihre Fragen aus verschiedenen Sichtweisen zu betrachten und zu bearbeiten. Die Gedanken, Bilder, Erlebnisse, Emotionen und ästhetischen Erfahrungen sammeln die Teilnehmer*innen während der zwei Wochen in ihren persönlichen Forscherboxen.

Ein wichtiger Aspekt dieses Projekts ist, dass es Kontext-bezogen ist. Je nach Thema wird dieser “Schul”Raum durch die ganze Stadt wandern. Es ist uns wichtig, ein Gleichgewicht zwischen drinnen und draußen für unsere Lernerfahrungen zu finden. Das Projekt wird an verschiedenen Orten in Berlin stattfinden: im Botanischen Garten, Grünewald, urbanen Garten, Museum, Buchhandlung, Designstudio, Flussschiff, Küche etc. Diese Orte hängen nicht nur mit inhaltlichen Fragen zusammen, sie sollen ungewöhnliche und ungewohnte Arbeitsprozesse ermöglichen.

Dabei verfolgen wir folgende Ansätze

  • Phänomen-basiertes Lernen

  • Forschendes Lernen (ästhetisches Forschen)

  • Selbstorganisiertes fragen-basiertes Lernen

  • Ganzheitliches Lernen

  • Mehrsprachige Arbeit

  • Lernen in der Natur

Hier lang geht es weiter um unsere pädagogische Ansätze


Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit Initiative skolla.

Foresta Kids ist eine internationale Community, die nach neuen Formen und Formaten rundum nachhaltigen, kreativen und ganzheitlichen Lernen forscht und und gestaltet Lernerfahrungen für Kinder. Die von uns gestalteten Lernumgebungen und Projekte orientieren sich an einer transdisziplinären Weltanschauung, die über die engen Grenzen des disziplinären Denkens hinausgeht und es erlaubt, Verbindungen zwischen den Dingen zu sehen und durch sie die Welt um und in sich herum zu erkunden. Wir veranstalten auch Forschungslabore und interdisziplinäre Workshops, die das Potenzial des Embodiments für menschliches Denken, Lernen und Wissensaustausch erforschen.

skolla ist eine Plattform für Pädagog*innen, Kreative und Wissenschaftler*innen, die gemeinsam disziplinenübergreifende Bildungsprojekte und Unterrichtsideen entwickeln & umsetzen. Skolla will Menschen und Institutionen vernetzen, die sich für transdisziplinäre Kooperationsformate in der Bildung interessieren und sie aktiv fördern wollen.